Ausleitung Amalgam und Schadstoffe

Umweltgifte und Schwermetalle binden und ausleiten

Zwischen vielen Beschwerdebildern, insbesondere chronischen Erkrankungen und Schadstoffbelastungen durch Umweltgifte und Schwermetalle besteht ein Zusammenhang. Ob Antibiotika oder Tenside im Trinkwasser, Pestizide, Hormone oder Dioxine in Nahrungsmitteln, Formaldehyd in Bodenbel√§gen, quecksilberhaltige Konservierungsstoffe in pharmazeutischen Produkten oder reaktionsfreudige Weichmacher in Plastikflaschen: Schadstoffe sind allgegenw√§rtig. Grenzwerte hin oder her, wir sammeln im Laufe des Lebens hunderte chemischer Substanzen im K√∂rper an. Niemand wei√ü, wie diese im Einzelfall miteinander reagieren. Da die Schadstoffe eine Affinit√§t zum Nervensystem haben, fasst man sie als Neurotoxine zusammen. Sie sollten aus dem K√∂rper ausgeleitet werden, bevor sie zu irreversiblen Krankheiten f√ľhren.

1. Neurotoxine zerstören die Gesundheit

Neurotoxine gelangen durch Essen, Trinken, Atmung und Ber√ľhrung in den K√∂rper. Sie werden √ľber die Schleimh√§ute aufgenommen, von den Nervenenden absorbiert und zu den Nervenzellen weitergeleitet. Man unterscheidet:

  • a.) Toxische Metalle: Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Kadmium, Nickel, Zink, Kupfer und Leichtmetalle wie Aluminium oder Titan.
  • b.) Biotoxine: Molek√ľle, die als Zerfallsgifte bestimmter Erreger (W√ľrmer, Parasiten, Pilze, Viren) von diesen dazu genutzt werden, Immunsystem, Verhaltenweisen und Essgewohnheiten so zu manipulieren, wie es f√ľr das √úberleben der Erreger vorteilhaft ist.
  • c.) Xenobiotics: Synthetische Gifte wie Chlorverbindungen, Dioxin, Formaldehyd, Holzschutzmittel, Insektizide, Kunststoffe, L√∂sungsmittel, Pestizide, Weichmacher.
  • d.) Sonstige Problemsubstanzen: Aromastoffe, Fluoride, Konservierungsstoffe, Kosmetika, Lebensmittelfarben, Reizmitteltoxine (Glutamat, Aspartam).

Wegen ihres fettl√∂slichen und nervenaffinen Charakters werden viele Neurotoxine nicht √ľber das Verdauungssystem ausgeschieden, sondern von den millionenfachen Nervenenden des enterischen Nervensystems in die Darmw√§nde zur√ľckresorbiert und verbleiben im K√∂rper. Dort beeinflussen sie den Stoffwechsel, k√∂nnen Schmerzen und L√§hmungen verursachen, Erkrankungen ausl√∂sen, die Leistungsf√§higkeit mindern und das Verhalten manipulieren.

2.) Eine permanente Vergiftungsquelle: Quecksilber/Amalgam

Die h√§ufigste Vergiftungsursache mit Schwermetallen sind die Amalgamf√ľllungen in den Z√§hnen. Amalgam hat in seinen verschiedenen Zustandsformen nicht nur einen synergistisch-verst√§rkenden Effekt auf andere Neurotoxine, sondern behindert dar√ľber hinaus die k√∂rpereigene Entgiftung. Erst wenn man den Giftstoff gezielt entfernt hat, ist der K√∂rper wieder in der Lage, weitere Neurotoxine auszuscheiden. Trotz dieses Wissens sind Quecksilberverbindungen in Impfstoffen, Medikamenten oder Desinfektionsmitteln enthalten. Als Bestandteil des Zahnreparaturstoffes Amalgam findet es sich in Millionen Zahnf√ľllungen, obwohl das Material nach Entfernung aus dem Mund als Sonderm√ľll behandelt wird.

Das Einatmen von Quecksilber stellt eine gef√§hrliche Aufnahmequelle dar. Wird verdampftes Quecksilber inhaliert, absorbiert der K√∂rper davon ca. 80 Prozent und lagert diese im Nervensystem ab. Quecksilber verdampft bereits bei Raumtemperatur, erst recht im Kontakt mit heissen Getr√§nken und Speisen. Entsprechend setzen Amalgamf√ľllungen kontinuierlich Quecksilberd√§mpfe frei. Auch Z√§hneputzen, Z√§hneknirschen, Kaubewegungen und S√§uren (Obst, Essig) l√∂sen das Metall. Autopsien zeigten, dass die Quecksilberkonzentration im Gehirn mit der Anzahl und Gr√∂√üe der Verbleibdauer von Amalgamf√ľllungen korrespondiert:

  • Je gr√∂√üer und h√§ufiger die Amalgamf√ľllungen waren, umso h√∂her war die Quecksilberkonzentration im Gehirn
  • je l√§nger die Amalgamf√ľllungen im Mund waren, umso st√§rker war auch die toxische Belastung

Weltweit gibt es keine wissenschaftliche Darlegung, welche die Unbedenklichkeit von Amalgamf√ľllungen belegt, aber unz√§hlige Untersuchungen und Studien, welche deren hohe Toxizit√§t bezeugen. Dies √ľberrascht nicht, denn die fettl√∂slichen Quecksilberd√§mpfe gelangen ungebremst durch die aus Fetts√§uren bestehenden Zellmembranen bis ins Gehirn: aus dem Blut wandert Quecksilber ins Bindegewebe, dann in die Zellen und anschlie√üend, da auch die Blut-Hirn-Schranke keine Barriere f√ľr das Gift darstellt, in den Denkapparat. Der Schadstoff sammelt sich im fetthaltigen Gewebe wie R√ľckenmark, in den Nebennieren, in der Niere, Leber, Darmwand und im Gehirn an.

Quecksilber wirkt immer neurotoxisch ‚Äď mengenunabh√§ngig! Nat√ľrlich k√∂nnen Organismen bis zu einem gewissen Grad mit toxischen Belastungen fertig werden, aber einen allgemeinen Unbedenklichkeitswert gibt es nicht, zumal Quecksilber im Zusammenspiel mit Metallen, Chemikalien, Schimmelpilzen und diversen Bakterien starke Synergieffekte hat. Niemand kann die kumulativen Auswirkungen verschiedener Neurotoxine vorhersagen. Gleichwohl kennt man typische Symptome und Krankheiten, die mit einer Schwermetallbealstung in Verbindung gebracht werden: Allergien, Appetitverlust, Ersch√∂pfung, Gewichtsverlust,¬† Hautprobleme, Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Nieren- und Nebennierenerkrankungen, Schwindelanf√§lle, St√∂rungen der Schilddr√ľse, starkes Schwitzen, Angst, Depressionen, Gef√ľhlsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Koordinationsprobleme, Lethargie, Alzheimer, Multiple Sklerose, Muskelschw√§che, Nervosit√§t, Schl√§frigkeit, Schlaflosigkeit, Unruhe, Verlust des Erinnerungsverm√∂gens, Verwirrung, ADS/ADHS, Asthma, Autismus,¬† Konzentrations- und Lernst√∂rungen, Legasthenie, Neurodermitis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Divertikulitis, Durchfall, Magenkr√§mpfe, Nahrungsmittel-Unvertr√§glichkeiten, Verstopfung, metallischer Geschmack,¬† lockere Z√§hne, Zahnfleischbluten.

3.) Naturheilkundliche Ausleitung von Schadstoffen

Die Entfernung von Quecksilber genie√üt bei der Schadstoffausleitung oberste Priorit√§t, da das Schwermetall wie ein Schl√ľssel f√ľr die Zellwand agiert: Quecksilber unterbindet die Abfuhr anderer Neurotoxine.

Die Ausleitungaempfehlung ist 3stufig angelegt:

1. Stufe ‚Äď Mobilisation und Absorption von Schadstoffen unterhalb der Blut-Hirn-Schranke: Neurotoxine sind fettliebend und setzen sich vorzugsweise in fetthaltigen Gewebe fest, also in den Organen, im Bindegewebe sowie im Hormon- und Nervensystem. Um die Neurotoxine im K√∂rper zu l√∂sen, wird der schwefelhaltige B√§rlauch genutzt.

  • B√§rlauch: Der K√∂rper ben√∂tigt Schwefel zur Produktion von Glutathion, welches den Organismus beim Abbau sch√§dlicher Verbindungen unterst√ľtzt. Glutathion wandelt Schadstoffe in einen wasserl√∂slichen Zustand um und erm√∂glicht so deren Ausscheidung √ľber die Nieren. Die hohe Konzentration an schwefelhaltigen Substanzen pr√§destiniert B√§rlauch zur Schadstoffausleitung aus dem Bindegewebe, insbesondere Quecksilber, Cadmium und Blei.

2. Stufe ‚Äď Mobilisation und Absorption von Schadstoffen aus dem Nervengewebe:

  • Koriander: Die Einnahme von Koriander sollte erst im Anschluss an die B√§rlauch-Zufuhr erfolgen. Ausz√ľge frischen Korianderkrauts wirken auf den intrazellur√§ren Raum und beg√ľnstigen die Ausleitung von Neurotoxinen aus dem Gehirn, zentralen Nervensystem und den Knochen.

Die Einnahme von B√§rlauch und Koriander erfolgt stets in der Kombination mit der Chlorella-Alge! Denn durch B√§rlauch und Koriander werden die Schwermetalle zwar gel√∂st, aber nicht aus dem K√∂rper ausgeschieden. Um deren Wiederaufnahme √ľber die Darmschleimh√§ute zu verhindern, m√ľssen die gel√∂sten Schadstoffe gebunden werden. Hier kommt die Chlorella-Alge ins Spiel. Sie ist ein m√§chtiger pflanzlicher pflanzliche Schadstoffabsorber. Wie ein starker Schwamm saugen sich Chlorellas mit Toxinen voll und werden anschlie√üend √ľber den Stuhlgang ausgeschieden. Chlorellas binden Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Cadmium, Nickel, Palladium, Gold, Platin (also alle in der Zahnheilkunde verwendeten Metallstoffe) und Umweltgifte wie Dioxin, Formaldehyd, Insektenschutzmittel.

3. Stufe ‚Äď Zufuhr von N√§hrstoffen: W√§hrend der Ausleitung besteht ein erh√∂hter N√§hrstoffbedarf. Gezielt zugef√ľhrt werden sollten Omega-3-Fetts√§uren (Lipide), Elektrolyte (Basenbildner), Mineralien und Proteine.

  • Omega-3-Fetts√§uren (Lipide): F√ľr den Aufbau und die Reparatur gesch√§digter Lipidstrukturen ben√∂tigt der K√∂rper gro√üe Mengen der Fetts√§urekomplexe EPA und DHA. Essentielle N√§hrstoffe f√ľr Gehirn und Nerven, die z.B. in Omega-3-Fisch√∂len enthalten sind.
  • Elektrolyte (Basenbildner): Entgiftungen setzen einen ausgeglichenen S√§ure-Basen-Haushalt voraus. F√ľr die Ausleitung von Schadstoffen durch den extrazellul√§ren Raum in die Venen und ins lymphpatische System soll der Weg frei sein. Daher ist die ausreichende Versorgung mit basischen Mineralien wie Natrium, Kalium, Kalzium oder Magnesium sehr wichtig.
  • Mineralien: Damit sich die gel√∂sten Schwermetalle nicht an den Rezeptoren festsetzen, die eigentlich f√ľr Spurenelemente wie Selen, Zink oder Mangan vorgesehen sind, ist die Zufuhr von diesen Mineralien unabdingbar.
  • Proteine: Der Abtransport von Schwermetallen im K√∂rper erfolgt √ľber schwefelhaltige Aminos√§uren. W√§hrend einer Ausleitung ist deshalb die gezielte Aufnahme eiwei√ühaltiger Lebensmittel sehr wichtig.

Abschlie√üend m√∂chte ich explizit darauf hinweisen, dass die Ausleitung von Schadstoffen nicht bei bestehenden Amalgamf√ľllungen, sondern erst im Anschluss an eine verantwortungsvolle und ganzheitliche Zahnsanierung durchgef√ľhrt werden sollte.